Im Juni am Kapellenberg

baldrian

Obwohl es gerade bei mir etwas stressig zugeht  (oder vielleicht gerade deshalb) war es gestern mal wieder Zeit für meine Tour am Wurmlinger Kapellenberg gekommen.

Inzwischen ist der Sommer da. Die Natur hat den Frühling, nach der langen Kälte und der jetzt recht extremen Hitze, im Eildurchlauf absolviert. Viele Wiesen sind inzwischen schon abgemäht und was vor zwei Wochen noch in voller Blüte stand ist nun zum Großteil bereits verblüht. Das Gute: auf den kürzlich gemähten Wiesen findet man jetzt wieder junges, zartes Grün: Brennnessel, Löwenzahn und Bärenklau treiben schnell neu aus und schmecken dann fast wie im Frühling. Auf den ungemähten Wiesen findet man diese Jahr zum Teil wahrhafte Monsterpflanzen! Löwenzahnblätter, die fast einen Meter hoch sind und Riesenspitzwegerich. Manchmal fast sogar etwas unheimlich.

Der Holunder steht inzwischen in voller Blüte und lacht einen überall an. Auch ein Grund sich die Zeit zu nehmen, denn die Natur wartet leider nicht…

Die gesammelten Blüten habe ich diesmal mit Apfelsaft angesetzt und werde ein Apfel-Holunder-Gelee daraus kochen. Das ist ein Experiment und ich bin gespannt wie es funktioniert.

Die besondere Entdeckung des Tages erwartete mich auf dem Rückweg: eine Wiese voller Baldrian. Wunderschön stand er da, mit seinen blaßrosa Blüten und dem intensiven Duft.

Da ich immer mal wieder Schwierigkeiten beim Einschlafen habe, liebe ich den Baldrian. Eine Mischung aus Baldrian und Hopfen hilft mir meist wunderbar. Kürzlich habe ich auch einen Tee aus selbstgesammelten Schlüsselblumenblüten und Zitronenmelisse ausprobiert und es hat ebenfalls gut funktioniert. Für einfach immer wieder toll und sehr befriedigend der Pharmaindustrie ein Schnippchen zu schlagen und meine Heilmittel in der Natur selbst zu finden.