Newsletter Dezember 2015


Themen:

  • Zeitqualität: Wintersonnwende
  • Seminarankündigung: Bretagne
  • Besondere Orte: Irland – Newgrange und Kwnoth

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Guten Tag!

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich nun schon wieder dem Ende zu. Für mich war es ein Jahr der Wunscherfüllung, denn ich habe es mir erlaubt, mir einige langgehegte Wünsche zu erfüllen. Darunter eine Reise nach Irland und 5 Wochen Schottland. Beides hat mich sehr berührt: Irland seiner wunderbaren Plätze und der offenen, freundlichen und äußerst kommunikativen Menschen wegen. Die schottischen Highlands wegen ihrer unfassbar atemberaubenden Landschaften, ihrer Wildheit und geistigen und physischen Weite.

Seit ich vor fast 30 Jahren zum ersten Mal Bilder der großen Steinkreise auf Orkney und den äußeren Hebriden sah, wollte ich dahin. Und es hat sich gelohnt. Nur, unverhofft kommt oft – anstatt einen Zyklus abzuschließen, habe ich ein riesiges Fass namens Schottland aufgemacht. Das Land hat mich in seinen Bann gezogen und wird mich wohl nicht so schnell wieder loslassen. Zum Glück geht es meinem Mann genauso und es wird alos kein Familienzerwürfnis um den nächsten Urlaub geben…

Was es aber sicher in absehbarer Zeit geben wird, ist ein Buch über die nordwestlichen Highlands, Orkney und die Hebriden, einen Reiseführer der etwas anderen Art.

Und irgendwann, falls ich es schaffen sollte, die aller-aller-allerschönsten unter den viel zu vielen tollen Plätzen dort, zu einer sinnvollen Reiseroute zusammenzustellen, ohne dass mir dabei das Herz bricht über das, was ich weglassen muss, dann wird es vielleicht eine Reise dorthin geben.

Mit herzlichen Grüßen,

Ihre/Eure Barbara Newerla


 

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Zeitqualitäten im Jahreslauf


Die Wintersonnwende – Den Dingen, die wachsen sollen Raum geben

Energetisch sind wir an der Wintersonnwende am tiefsten Punkt des Jahreslaufs angekommen. Die Sonne steht tief, die Nächte sind lang und die Tage kurz. Das Leben in der Natur hat sich in die Wurzeln und Samen zurückgezogen – unter die Erdoberfläche, ins Unsichtbare. Seit der Sommersonnwende atmet sich das Leben aus. Erst kaum merklich, dann im späten Herbst deutlich sichtbar, wenn die Bäume ihren Blätterschmuck loslassen und alles äußere Leben der Vegetation erstirbt. Die Manifestation im Physischen nimmt kontinuierlich ab, aber im selben Maß nimmt das Potential neuer Manifestation im Geistigen zu.

Der Tiefpunkt der physischen Manifestation im Sichtbaren an der Wintersonnwende, ist gleichzeitig die Hochzeit geistiger Möglichkeit im Unsichtbaren, noch ungeboren, wie das Samenkorn im Schoß der Erde.

Wer regelmäßig meditiert und dabei auf den Atem achtet, kennt vielleicht diesen Moment, wenn das Ausatmen zu seinem Ende gekommen ist. Dort gibt es eine kleine Lücke, bevor erneut der Impuls zum Einatmen einsetzt. Diese Lücke ist der Spalt im Gewebe der Welt, die Brücke zur Unendlichkeit. Sich dieses Punktes bewusst zu werden, leeren viele Meditationstechniken unterschiedlicher Kulturen. Er kann einem helfen auszusteigen aus dem ewigen Rad des Lebens, dem ewigen zyklischen Werden und Vergehen und sich der dahinterliegenden Wirklichkeit bewusst zu werden – dem ewigen Sein, jenseits von Raum und Zeit. Es ist der Punkt an dem die Welt stillsteht, nicht Einatmen und Werden ist, noch Ausatmen und Vergehen.

Im Zyklus der Natur ist die Wintersonnwende genau dieser Punkt, daran anschließend die Zeit zwischen den Jahren, die Rauhnächte. Diese Zeit kann uns darin unterstützen, für eine Weile auszusteigen aus dem Hamsterrad unseres Lebens.

Das Kreative, Schöpferische kann sich auf zwei ganz unterschiedliche Arten ausdrücken. In seiner „männlichen“ oder Yang-Form plant und entwickelt man, erschafft aktiv, was werden soll. In seiner „weiblichen“ oder Yin-Form gibt man dem was werden soll Raum. Wie eine Mutter, dem in ihr wachsenden Kind einen nährenden und schützenden Raum gibt.

Nicht umsonst nannten die Germanen und Wikinger diesen Punkt im Jahreslauf „die Nacht der Mütter“. Und so ist diese Zeit am und um den Tiefpunkt des Jahres eine Chance still zu werden, in sich hinein und in die Ewigkeit zu lauschen und das was in Zukunft werden soll in Ruhe in sich wachsen zu lassen und zu nähren. Ohne Anstrengung. Es gibt nichts zu tun. Öffne den Raum für ein Bewusstsein deines wahren Seins und was sich daraus manifestieren möchte. Dann sorge gut für dich, stärke deine energetische Basis mit Meditation,Tai Chi, Qi Gong, Yoga, gutem Essen, Ruhe und Erholung oder was immer für dich passt, so dass der Same neuer Aktivität im Außen auf einen fruchtbaren Boden fallen kann.


 

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Auf Merlins Spuren – Eine Reise zu besonderen Orten in der Bretagne

Zusammen mit Franca Bauer wird des dieses Jahr, vom 24.-30. Juli, wieder eine Reise in die Bretagne geben. Nähere Infos folgen noch.


 

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Besondere Orte


Irisches Tagebuch Teil 8 – Newgrange und Kwnoth

Knowth ist das größere der beiden und eines der größten Monumente dieser Art in Irland überhaupt. Knowth ist auch vermutlich älter als Newgrange, das auf ca. 3.150 v. Chr. datiert wird. Der ovale Haupthügel hat einen Durchmesser von 80 m bzw. 95 m (275 m Umfang) und ist fast 10 m hoch. Er wird eingefasst von 127 großen Felsblöcken, die teilweise mit eingeritzten Mustern verziert sind.

In Knowth empfängt uns seine resolute Dame und allein schon die Größe des Haupthügels ist beeindruckend. Wir umkreisen ihn und betrachten die vielen verzierten Steine. Im Inneren gibt es auf der Ostseite eine nachträglich eingebaute Kammer mit Schautafeln. Der eigentlichen Gang ist leider mit einem Gitter versperrt und man kann ihn nicht betreten. Doch auch der Blick, in den von Lampen erleuchteten Gang, ist beeindruckend. Er ist mit seiner Länge von ca. 40 Metern, der längste bekannte Gang in einem Ganggrab. Man hat wirklich den Eindruck, dass er tief ins Herz der Erde führt und ich versuche mir zumindest vorzustellen, wie es sein muss dort hindurch bis in die hinterste Kammer zu gehen. Es hat etwas sehr Anziehendes für mich, wie nach Hause kommen, beschützt und geborgen. Später, als alle anderen schon wieder draußen sind, komme ich nochmal zurück.

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Wenn Ihr die ganze Artikelserie zu Irland von Anfang an lesen möchtet:

http://www.wildundfrei.net/category/besondere-orte/


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